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Halbe Sätze

Es gibt Sätze, die man nur halb ausspricht. Der Grund dafür liegt meist darin, dass man die Bedeutung des ganzen Satzes lieber verdrängen möchte.
Manche Aussagen in ganzen Sätzen haben manchmal auch eine andere Bedeutung, als es den Anschein hat.



Niemand mag mich.

Bedeutet: Jemand, von dem ich möchte, dass er mich mag, mag mich nicht so, wie ich mir das wünsche. Deshalb will ich von niemandem gemocht werden und deshalb mag mich niemand, weil ich das nicht will.

Oder auch: Niemand mag mich so, wie ich bin.


Ich bin ja soo alleine.

Wer hört das, wenn es stimmt?


Glück im Spiel, Pech in der Liebe.

Tröstet Dich das wirklich darüber hinweg, dass Du Dich wie ein Idiot benommen und Dir damit einen Korb eingehandelt hast?

Das man Pech im Spiel hat, wenn man verliebt ist, scheint allen bekannt zu sein, aber warum das so ist, wissen scheinbar nur wenige.
Die Liebe füllt das Herz und schaltet Teile des Gehirns einfach ab. Naja, sie werden nicht direkt abgeschaltet, sondern mit Glückshormonen derart bombardiert, dass es schwer fällt in diesen Regionen einen klaren Gedanken fassen zu können.
Tja, und genau diese Regionen benötigt man aber, um sich auf ein Spiel, die Arbeit oder andere wichtige Tätigkeiten konzentrieren zu können.
So macht verlieren doch gleich doppelt Spaß :-)


Och Menno, immer ich!

Müsste eigentlich heißen: Och Menno, immer muss ich feststellen, dass ich wieder zu blöd/unkonzentriert/unvorbereitet war, um diese Situation zu meistern und weil andere das auch gemerkt haben, bedauert mich keiner.