Medien
Natürlich ist Aufklärung wichtig. Auch die Informationen über die Geschehnisse in In- und Ausland sollen und müssen weiterhin den Menschen zugänglich gemacht werden.
Nur die Detailtiefe der Meldungen sollte reduziert werden. Es ist völlig ok, wenn man erfährt, dass ein Dieb gefasst wurde. Aber muss man denn darüber berichten, dass er nur gefasst werden konnte, weil er diesen und jenen Fehler gemacht hatte und dieser Fehler bis ins kleinste Detail beschrieben wird? Das kann doch nur dazu führen, dass sich andere Menschen, deren kriminelle Energie groß genug ist, aber an der Angst zu scheitern, die Tat unterließen, sich jetzt ermutigt fühlen, da sie diesen Fehler sicher nicht machen werden.
Man gibt den potentiellen Tätern doch damit ein Handbuch mit auf den Weg. Auch wenn damit nicht gesagt ist, dass der Täter trotzdem gefasst wird, spiegelt sich darin eine Ermutigung wieder.
Was hindert einen Kinderschänder seine Taten fortzusetzen oder seine Phantasien in die Tat umzusetzen, wenn er aus den Medien erfährt, dass man einen Leidensgenossen wieder laufen lassen musste, weil man ihn nicht auf frischer Tat erwischte? Oder dass man ihm nichts anhaben konnte, weil er diese oder jene Ausrede benutzte? Oder dass man einen Täter nicht fassen kann, weil er dies oder jenes tat, was es den Ermittlungsbehörden einfach unmöglich machte den Täter zu fassen?
Was muss ein potentieller Mörder fühlen, wenn er durch die Medien erfährt, dass man einen anderen Mörder nur für 5 Jahre verurteilen konnte, weil er sich für unzurechnungsfähig hat erklären lassen?
Man kann sicher die Nachrichten auch interessant genug gestalten, ohne zu weiteren Taten ermutigen zu müssen.
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