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Sozial - Wirtschaftlich - Industriell
Seit der Epoche „Ford“, können wir beobachten, wie die Industrie wächst und wächst. Und dies in allen Bereichen des täglichen Lebens, nicht nur in der Auto- oder anderen Großindustrie. Für den einen oder anderen Bereich mag es den Menschen zum Vorteil gereichen, wenn ein Produkt ausschließlich von ein und derselben Firma produziert und vertrieben wird, aber in vielen anderen Bereichen demontieren wir unsere Sozialstruktur damit.
Nehmen wir als Beispiel einmal den kleinen "Tante-Emma-Laden". Fast jeder Ort nannte solch einen Laden sein eigen, der jedoch kaum die Bedürfnisse des Ortes komplett abdecken konnte. Für Lebensmittel, Elektronik, Spielwaren, Schreibwaren, usw. gab es einen eigenen Laden. Mit dem Wachsen eines Ortes wuchs der Bedarf und es entstanden weitere Läden.
Auch wenn die jeweiligen Ladenbesitzer sich untereinander als Konkurrenten betrachteten, schufen sie jedoch dabei neue Arbeitsstellen. Je mehr Konkurrenten es gab, um so mehr wurde auf Qualität der Erzeugnisse geachtet, um den Kunden bei der Auswahl seines Stammladens von sich zu überzeugen. Somit war der Kunde König, der mit seiner Wahl auch über den Umsatz eines Geschäftes entschied, was wiederum die Messlatte für die Ladeninhaber darstellte.
Das ist eine sehr soziale Geschäftspolitik.
Nach und nach wuchsen jedoch Großmärkte und verdrängten die kleinen Läden. Die Qualität ließ nichts zu wünschen übrig und durch den Großeinkauf von Massenprodukten durch den Marktleiter, war auch der Warenpreis für die Kunden in Ordnung. Aus 8 bis 10 kleinen Läden mit verschiedenen Angeboten wurde ein Großmarkt. Für die doppelte Menge an Waren, benötigte man nur noch 40 % der bisherigen Arbeitskräfte.
Das ist Wirtschaftlich.
Bald schon wurden die Großmärkte zusammengefasst und nur noch von einigen wenigen großen Konzernen betrieben. Dadurch konnten die Waren in noch größeren Mengen und somit einem günstigeren Großhandelseinkaufspreis, geordert werden, was sich im Endverbraucherpreis für den Kunden positiv niederschlug. Die Qualität der Produkte litt darunter nicht.
Unter der Führung eines Konzerns konnten viele technische Verbesserungen in den Großmärken eingebracht werden, was wiederum 30 % Einsparung an Arbeitskräften ergab. Außerdem kann ein Konzern weltweit Geschäftsverbindungen schaffen und somit noch mehr Gewinn erzeugen und weitere Arbeitskräfte einsparen.
Das ist industriell.
Es ist abzusehen, dass sich eines Tages wenige Weltkonzerne die Warenwirtschaft teilen, der Mensch komplett ersetzt und unbedeutend wird. Keiner muss dann mehr auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen, denn gleich ob der Kunde die Einkaufsstelle wechselt oder nicht, alle Läden gehören zum Konzern, dem es egal ist, wo der Kunde einkauft.
Selbst Lebensmittel anbauen? Da wird ihm schon durch die vielen Auflagen der Ämter bald der Spaß vergehen. Und wenn er versuchen sollte seine Produkte zu verkaufen, wird ihm der Konzern eine einstweilige Verfügung zustellen und durch spätere langwierige und teure Gerichtsverhandlungen den Laden dicht machen lassen.
Darüber hinaus existiert bereits eine weitere Idee zur weltweiten Nahrungsmittelversorgung, die in den Händen von nur vier Großkonzernen liegen soll. Wie das funktioniert? Die Konzerne haben Patente auf das Saatgut, ohne welches kein Kleingärtner, Bauer oder Landwirt der Welt mehr säen und ernten kann. Wie das funktionieren soll? Es wurde genmanipuliertes Saatgut entwickelt, welches nur noch eine Fruchtfolge ermöglicht. Danach begehen die Samen "Selbstmord". Man kann sie nicht wieder als Saatgut verwenden und wird gezwungen, jährlich neue Sämereien zu erwerben. Ein teuflisches Vorhaben, das uns in ca. 5 bis 10 Jahren erwartet!
Auswandern? Schon vergessen? Wir reden von einem Weltkonzern – Schau Dir mal McDonalds oder StarBuck an. Diese decken zwar nur einen kleinen Teil, diesen aber weltweit ab. Die Politiker auf diese drohende Gefahr aufmerksam machen? Die Politik hat die Möglichkeit dieser Gefahren erst möglich gemacht. Also erwarte nichts von ihr!
Füllen wir also weiter die Taschen derjenigen, die ihren Gewinn nicht in 1000 Jahren ausgeben, aber schon nächstes Jahr verdoppeln können.
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